Was hat Ostern eigentlich mit Gott dem Vater zu tun?

Im Rahmen der Konferenz „Geliebt leben“ bei uns im ChristusZentrum wurde mir plötzlich diese Frage so kurz vor Ostern wichtig.

Ostern, das hat doch nur mit Jesus zu tun. Jesus hat vor 2000 Jahren die Herrlichkeit des Himmels verlassen, hat etwas über 30 Jahre auf dieser Erde gelebt und hat die letzten Jahre seines Lebens einen von Wundern durchzogenen Dienst gelebt. Und dann kam das schlimme Ende. An unserem Feiertag Karfreitag erinnern wir uns an den schrecklichen Tod von Jesus am Kreuz. Jesus, der bereit war, meine und deine Sünde mit ans Kreuz zu nehmen, sein kostbares Blut zu vergießen, damit wir ohne diese Sündenschuld weiterleben dürfen. Aber er starb nicht nur für die vergangene Schuld und Sünde, nein, sogar für die zukünftige Sünde der ganzen Welt am Kreuz. Was für eine schwere und schreckliche Last hat Jesus am Kreuz getragen, damit wir Leben haben sollen. Leben die Fülle, Leben im Überfluss. Und dort am Kreuz erlebt Jesus was es bedeutet diese Sünde zu tragen. Er ruft aus, „Vater, Vater, warum hast du mich verlassen“. Er fühlte sich alleine, vollkommen alleine und verlassen. Mancher von uns kennt dieses Gefühl auch. Gerade an Feiertagen kommt es immer wieder nach oben. Alleine gelassen, einsam, verlassen und enttäuscht. Da kann man doch wirklich die Frage stellen, was diese Vaterbotschaft mit Ostern zu tun haben soll, oder? Und dann kommt Ostern, der Tag der Auferstehung von Jesus aus dem Totenreich. Jesus kommt ins Leben zurück. Das feiern wir am Ostersonntag voller Freude. Jesus ist doch einfach nur genial. Ja, Jesus, dich haben wir von Herzen lieb.

Aber wie sieht es nun mit dem Vater aus? Wo ist diese Liebe denn sichtbar, die Liebe des Vaters, nach der wir uns so sehr sehnen? Wollen wir mal genau hinschauen? Ich bin sicher, sie wird überall sichtbar. Fangen wir halt noch einmal von vorne an.
Denn Gott (Vater) hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben.“ Johannes 3,16

Aus Liebe riss sich der Vater seinen geliebten Sohn vom Herzen und sandte ihn, damit wir Menschen wieder mit dem Vater versöhnt werden können. Und als Gesandter hat Jesus auch alle die Wunder getan und unsere Schuld am Kreuz getragen. Aber er hat das nie alleine und aus sich getan. Jesus selber sagt von sich:
„Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“ Johannes 5,19

Jesus tut nichts alleine! Gar nichts. Der Vater, sein Sohn Jesus und der Heilige Geist, sie zusammen haben alles getan. Niemals hat einer was alleine getan. Auch am Kreuz war der Vater dabei. Er hatte seinen Sohn nicht verlassen. Aber deine und meine Sünde lag so schwer auf seinem Sohn Jesus, dass er sich einsam und allein, ja ganz verlassen fühlte. Aber der Vater war mit seinem Herz voller Liebe für uns dabei. Und Jesus, als er am Kreuz hing, wusste das auch:
„Jesus schrie noch einmal laut auf: «Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist!» Dann starb er.“ Lukas 23, 46

Und auch die Kraft des Vaters war es, die seinen Sohn wieder von den Toten zum Leben auferweckte. Welch eine Kraft. Eine Kraft, die auch uns heute Leben schenken möchte. Die Kraft, die Liebe des Vaters. Wir wollen uns zu Ostern an die wahre Geschichte erinnern. An unseren liebenden Gott Vater, der mit seinem Sohn Jesus zusammen dieses Wunder der Erlösung vollbrachte. Jesus, den gibt es nur mit dem liebenden Vater und dem Heiligen Geist zusammen.

von Pastor Joachim Jäger
06.04.2012