Es ist mal wieder so weit… Startpunkt „1. Advent“: „ drei – zwo – eins – 0 …!“, bzw. in diesem speziellen Fall: „1. – 2. –3. – 4. ...!“ – und dann steht ja Weihnachten bekanntlich vor der Tür. Das heißt – hast Du mal nachgeschaut? Steht es vor deiner Tür? Weihnachten kann einfach niemand übersehen. Weihnachten ist überall! Überall glitzerts, flitterts, drängts, klingts, brutzelts, köchelts, boomts – Weihnachten ist einfach nicht zu übersehen, man kann es nicht verpassen. Ob die Qualität des jährlichen Events „Weihnachtszeit“ tatsächlich in irgendwelchen Zahlen-Aufstellungen erfasst wird? Wie viele Besucher, verkaufte Bratwürste, Weihnachtmänner, Glühweinbecher oder Zuckermandeln registriert werden können, sei mal dahingestellt. Sicher ist, dass vor sehr, sehr langer Zeit auch alles mit Zahlen begann…

„Befehl des Kaisers im römischen Reich, sofort zu befolgen von allen sogleich! Jeder mache sich bereit, reise los in nächster Zeit, reise los und reise fort, zum Geburts- und Heimatort. Wenn die Leute alle geh’n, wird kein Mensch mehr überseh’n. … Befehl des Kaisers im römischen Reich.“

Eine junge „noch-nicht-ganz-Familie“ macht sich auf, auf diesen Befehl hin von Nazareth in Galiläa zu Fuß (nach google maps ca. 160 km!) in die Geburtsstadt Bethlehem zu gehen „…es begab sich aber zu der Zeit…“ . Kurz nach der Ankunft in der kleinen Stadt wird das erstaunlichste Ereignis der Weltgeschichte stattfinden: Jesus, der Sohn Gottes, wird als Mensch in einer Notunterkunft geboren, genau wie die Schriften des Alten Testaments es vorausgesagt hatten. Dem Ereignis entsprechend geht ein besonderer Stern am Himmel auf, der aus weiter Ferne drei kundigen Männern den Weg zum, wie die Bibel sagt „neugebor’nen König“ weist. In der Zwischenzeit verkündet ein Heer von Himmelsboten einfachen Schafhirten auf dem Feld bei Bethlehem, dass der lang ersehnte Retter und Messias das Licht der Welt erblickt hat – und auch sie sehen, verstehen, machen sich schnellstens auf und sind überzeugt.

„Wenn die Leute alle geh’n, wird niemand überseh’n…“ Wenn auch der Kaiser Augustus niemanden übersehen wollte, damit jeder seine Steuern zahlte, so können wir der Bibel entnehmen, dass damals wie heute niemand übersehen werden sollte bei der Bekanntmachung dieser Botschaft: „Euch ist heute der Retter geboren, Christus, der Herr!“ Es ist wieder soweit. Und es ist vollkommen angemessen, für diesen bedeutendsten Geburtstag der Weltgeschichte alle Register zu ziehen!

Vielleicht magst Du die Festtage mit einem Heiligabend-Gottesdienst „einläuten“, die oben zitierte Liedstrophe und die passende Geschichte im Kinderkrippenspiel „life“ erleben? Dann bist genau Du herzlich eingeladen – niemand soll übersehen werden!

von Sibylle Tröndle
14.12.2011