Festval der Hoffnung 2016


Für`s erste sollte der kleinste Kinosaal genügen; 80 Leute für die Filmpremiere „Himmelskind“, das passt, so dachte es sich Herr Oppermann, Chef des größten Kinokomplexes unserer Stadt und Sponsor der Festivalveranstaltung.
Menschen aus 18 Gemeinden und Pfarrverbänden feierten den Auftakt vom „Festival der Hoffnung“, zum Schluss dann im größten Saal des Kinos mit anschließender Talkrunde und Stehimbiss! Applaus erntete Herr Oppermann von ca. 550 Kinobesuchern, als er seine Freude über diese Nachfrage und das Festival mitteilte.

Großartig ging es weiter! Wer in der Zeit vom 17. - 26. Juni 2016 am Platz der deutschen Einheit innehielt, bekam gratis Getränke, Kuchen und auch mal Bratwurst. Besonders am Freitag gab es rund ums Zelt viele Attraktionen und Veranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene. Zwei Damen kamen mit ihren Fahrrädern, wovon eines seit mindestens zehn Jahren im Keller verharrte. Nun hing es am Träger der Fahrradstation und wurde in unglaublichen zwanzig Minuten fahrtüchtig gemacht.

„Das ist ja wirklich toll!“, staunten die Frauen. Von diesem Angebot hatten sie in der Presse erfahren. Sie blieben bei Hitze und bester Laune und konnten beim Konzert einer Band und weiteren künstlerischen Angeboten entspannen.
Nachmittags und abends rief der Inselwall mit seinem Festzelt und weiteren Attraktionen, die Christen und Interessierte dieser Tage teilten. Pastoren, Sänger, Bands und Stand-up-Comedians begeisterten ihr Publikum.
Es war Trubel, es war geselliges Beisammensein, Sommerwetter und beste Laune bis zum Sturm. Kurz davor mussten einige Bäume massiv beschnitten werden, denn in der Nacht vorher war ein Baum ohne einen großen Wind umgestürzt. Gott sei Dank  nicht auf das Zelt. Manch einer dachte da an diesen Baum aus dem Kinofilm der ersten Tage. Hatte nicht auch hier ein Wunder begonnen, welches das Leben eines kleinen Mädchens verändert hatte?

Das Thema „Hoffnung“ wollte an diesem Abend eine Brücke zur Ewigkeit bauen. So saßen einige Dutzend Menschen trotz Absage der Abendveranstaltung im Nachtwachen Zelt der Pfadfinder und lauschten fasziniert den Fragen und zitierten Thesen des Pastors Dirk Westphal:
„Ist unser Leben dem Untergang oder dem Übergang geweiht?“, und er bat zu beachten, welche Konsequenzen unsere Glaubens-Parteinahme für die Frage hat: „Gehört der Tod zum Leben, oder das Leben zum Tod?“ An diesem Abend wurden Fragen des Lebens zu einer Abenteuerreise der Hoffnung, über den Tod hinaus. Ich fand Antworten auf Fragen, die ich mir zuvor in dieser Art nie gestellt hatte!

Für Jeden, der die Reise der Hoffnung dieses Abends und der Festivalveranstaltung nacherleben möchte, fühle sich eingeladen die Homepage zu besuchen.

Es gab das internationale Frühstück, mit wunderschönen Elementen eines Balletttanzes und später animierte der „breiteste Pastor Deutschlands“ seine Fans zur „Pumpenaktion“ für einen guten Zweck! Vor dem Schloss zog ein Flash-Mob die Menschen an, und in der Stadt wiederum ging es weiter mit Kinderschminken, Rodeo-Reiten, Gesichtsmassage und der Möglichkeit des Verweilens und „zur Ruhe kommen“!

Für mich blieben dieser Tage die Bilder von Christen im Gedächtnis, die unserer Stadt ein schönes Gesicht gaben. Über 600 Ehrenamtliche hatten mitgewirkt und das Thema Hoffnung in eine Aktion der Nächstenliebe, Offenheit und des Miteinanders verwandelt.
Die Festivaltage sind vorbei, Bilder und Erinnerungen bleiben und irgendwie auch die Hoffnung, dass Menschen wissen, wo sie Orte der Annahme, Ruhe und Hoffnung finden können. In unseren Kirchen und Gemeinden geht die Aktion im Herzen und in den Veranstaltungen und Treffpunkten vor Ort weiter. Wir würden uns freuen, Sie zu begrüßen, wenn Ihnen der Sinn danach ist, oder um mit den Worten von Pastor Westphal aus dem Kern unserer christlichen Sicht auf das Ganze zu enden:

„Das Leben geht weiter! Ich glaube an das Leben aus Liebe zum Leben!“


von Britta Wieland-Ritter
10.07.2016