„Das Leben ist manchmal wie ein Fluss! Die Wellen schlagen hoch, und hätte die Hängebrücke darüber kein Geländer, so würde manch einer abstürzen und das andere Ufer nicht erreichen!“

Wie erarbeitet man Regeln und schafft es auch diese einzuhalten, damit das Geländer vor dem Abstürzen schützt?

Carola Tekath beginnt bei den zwei Seminarinhalten mit dem Lebenshaus. Das Fundament der bedingungslosen Liebe und der Wohnbereich mit dem Erlernen von Selbständigkeit und Verantwortung. Hier werden auch Regeln erarbeitet und das Dach der Begleitung mit liebevoller Autorität schützt das Familienhaus. Zusammen mit Ulrike Mohring tragen die Fachreferentinnen von Team F. alle Themen der Kindererziehung vom Kleinkindalter bis in die Vorpubertät ab.

Zwischendurch bleibt Zeit für Fragen zu Erziehungsproblemen, die manch einer im Gepäck hat.

„Für jeden Beruf und jede Arbeit werden wir bestmöglich ausgebildet, aber Kindererziehung, Partnerschaft soll einfach so klappen…“, fragt Carola und belohnt die Teilnehmer mit einer Ausgewogenheit von Vorträgen und Zeit zur persönlichen Reflektion und Bearbeitung eigener Baustellen.

Da sind das Kleinkind, das im Laden quengelt und die täglichen Zerreißproben ums Aufräumen, Essen und später die Hausaufgaben, die die Nerven überstrapazieren. In den täglichen Kämpfen ist das Wissen, wie es richtig ist meistens da, aber man scheitert doch so oft an den eigenen Fähigkeiten oder Überlastungen. So kommen dann auch in der Fragerunde genau diese verzweifelten Hilferufe, und eigentlich will man ja einfach nur wieder ruhige Nächte und nicht diese ewigen Kämpfe haben.

Carola erinnert dann wieder an die neu erarbeiteten Konzepte und fragt nach den langfristigen Zielen, guten Strategien und sinnvollen Konsequenzen.

Seit dem Seminar bin ich erleichtert, dass Strafen nicht zum christlichen Erziehungsgedanken gehören, sondern sinnvolle Konsequenzen, die dem Kind helfen ein unerwünschtes Verhalten abzulegen und ein Gutes zu trainieren. Es lernt mit den aufgezeigten Möglichkeiten seinen Weg zu wählen, die Konsequenzen zu tragen und Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen.

Es hat „Klick“ gemacht in einigen Punkten. Das Gelernte hilft nebenbei nicht nur der Familie, sondern man kann es ebenso im Beruf und im Umgang mit Menschen im Allgemeinen anwenden.

Carola Tekath wird auch in Zukunft als Leiterin der Familienarbeit im ChristusZentrum Seminare und Aktionen zu diesen Themen anbieten.

Meinen Alltag hat das Seminar so bereichert, dass ich mir auf jeden Fall Zeit nehmen möchte für das Nächste: Zeit, die gut investiert ist!

von Britta Wieland-Ritter
30.11.2012